Fortbildung für (Stadtteil-)mütter

Stadtteilmütter gehen in die Familien vor Ort und haben direkten Zugang und Einfluss auf das soziale Umfeld von jungen Muslim*innen. Deshalb haben wir für Stadtteilmütter in Berlin eine kostenlose Fortbildungsreihe zur politischen Bildung entwickelt. Die Fortbildung bieten wir auch für Mütter an, die regelmäßig Familienzentren in ihrem Kiez aufsuchen.

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In mehreren Seminaren widmen wir uns ähnlichen Themen wie in der Workshopreihe für Schülerinnen: Migration, Vorurteilsbildung, Islam in Deutschland, antimuslimischer Rassismus, Geschlechtergerechtigkeit und politische Teilhabe. Wir machen praktische Übungen und geben ihnen Werkzeuge und Methoden an die Hand für ein demokratisches und friedliches Miteinander im Kiez. Wir schärfen ihren Blick für gesellschaftliche Prozesse und stärken ihre Kompetenzen.

Zudem schaffen wir andere Möglichkeiten und Zugänge für die gesellschaftliche Teilhabe der Stadtteilmütter durch zahlreiche Exkursionen z.B. in das Deutsch-Historische Museum und ins Jüdische Museum. Am Ende erhalten die Teilnehmerinnen ein Zertifikat.

Seit 2016 nehmen jährlich ca. 50 Stadtteilmütter und Mütter zwischen 25 und 62 Jahren an der Fortbildung teil. Im Jahr 2019 haben wir die Fortbildung in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Wattstraße für interessierte Mütter im Wedding sowie für die Stadtteilmütter und Integrationslotsinnen aus Kreuzberg angeboten.

Wenn Sie Interesse an einer Fortbildung der (Stadtteil)mütter haben oder sich für unser Konzept interessieren, wenden Sie sich gerne an uns!

Wer sind die Stadtteilmütter?

Das „Stadtteilmütter“-Projekt in Berlin qualifiziert Frauen ein halbes Jahr lang dazu, als Unterstützerinnen in vorwiegend sozial benachteiligten Familien mitzuwirken. In den sechs Monaten der Ausbildung nehmen sie unter anderem an Schulungen zu Themen wie kindliche Entwicklung und Erziehung, Kita und Schule, häusliche Gewalt und Ernährung teil. Nach erfolgreichem Abschluss der Stadtteilmütter-Qualifizierung arbeiten sie als Stadtteilmütter vor Ort. Sie unterstützen bei Bedarf Familien in ihrem Alltag und bei Behördengängen.